Dies ist der Moment, in dem ein neues Abenteuer beginnt. Aber es fühlt sich gar nicht wie ein neuer Anfang an, sondern eher wie ein Weitergehen. Denn wenn ich in ein paar Tagen meine neue Weltreise starte, nehme ich nicht nur meinen Partner Jörg und unseren Offroad-Camper Balu mit, sondern all die Orte, Menschen und Erinnerungen, die mich bis hierher geführt haben.
Ich durfte bereits fast die ganze Welt bereisen. Jeder Kontinent – mit Ausnahme der Antarktis – hat mir seine ganz eigene Geschichte erzählt. In Frankreich habe ich ein Jahr für mein Studium verbracht, ebenso in den USA und bin in die Lebensweisen der Menschen vor Ort eingetaucht. Auf Reisen verlor ich mich im Zauber des Karnevals von Venedig, zwischen Masken, Kostümen und der zauberhaften Architektur der Stadt. In Mexiko und Guatemala stand ich vor den mächtigen Pyramiden der Maya, während in der Ferne Vulkane ihre Kraft in den Himmel spuckten – lebendig, imposant und machtvoll.
Australien zeigte mir eine andere Zeitrechnung. Mit den Aborigines erlebte ich uralte Rituale und heilige Orte, die nicht nur Landschaften, sondern lebendige Geschichten sind. In Namibia war es die Tierwelt, die mir zahllose Begegnungen beschert hat. Marrakesch empfing mich mit Farben, Düften und einem Gewirr aus Gassen, das eher einem Traum als einer Stadt gleicht.
Und dann war da Kolumbien, wo ich bei einer Familie lernte, dass Heilung nicht nur Medizin ist, sondern auch Vertrauen, Natur und Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. In Indien stand ich am Ufer des Ganges und spürte, wie eng Leben, Tod und Spiritualität miteinander verwoben sein können. Diese und hunderte Erlebnisse mehr haben meine Neugier aber immer noch nicht gestillt. Ich möchte wieder los. Aber zwischendurch kommen wir auch immer wieder für ein paar Monate zurück, denn zuhause ist es ja auch schön. Besonders, wenn wir mit Polarlichtern im Harz überrascht werden!








faszination Wüste
Zwei Landschaften strahlen für mich einen besonderen Zauber aus. Zum einen ist es die Wüste, deren Kargheit, Weite und Farben mich immer wieder vom ersten Moment an begeistern. Woher auch immer das kommt, wo ich doch aus einer Stadt in Niedersachsen stamme. Von Wüste weit und breit keine Spur. Aber vielleicht ist es genau dieser Gegensatz, der so eine magische Anziehungskraft auf mich ausübt, dass ich schon einige Wüsten dieser Welt erkundet habe.








Magischer Dschungel
Die andere Landschaft, die mir besonders während einer früheren Weltreise zu Zeiten der Pandemie eine Heimat gegeben hat, war unerwarteter Weise der Dschungel. Eigentlich wollte ich wegen der Mückenhorden eher schnell durch die tropischen Gefilde auf den amerikanischen Kontinenten. Aber es kam anders: Die Pandemie zwang mich zu einem längeren Stopp im Dschungel von Palenque, Mexico, obwohl es schon damals um die Welt gehen sollte. Aber statt von Viren wurde ich von Schmetterlingen, Kolibris und Tucanen umschwärmt. Ich lernte, das nächtliche, dinosaurierartige Gebrüll von Brüllaffen, das von den dünnen Dachzeltwänden ungedämmt war, als etwas Gemütliches wahrzunehmen. Hunderte Tierarten riefen ihre Laute durch den dichten Wald. Fand ich das gruselig? Nein, das war Faszination pur!








Und ich lernte, Vertrauen zu haben, da ich in diesen verrückten Zeiten genau an so einem sicheren Ort gelandet bin. Die großen Fragezeichen, die zu der Zeit alle hatten, wie es mit der Pandemie und der Welt weitergeht, durfte ich in einer Hängematte schwingend aussitzen. Und es ging wieder weiter. Mit vielen neuen Eindrücken aus einer ganz besonderen Umgebung im Gepäck.
Die Naturwunder dieser Welt machen einen großen Teil meiner Motivation aus, wieder loszureisen. Und die Gastfreundschaft der Menschen. Dieses Mal möchte ich noch mehr Kontakt mit jenen aufnehmen, die noch altes, traditionelles Heilwissen haben und von ihnen lernen. Ich bin neugierig, wie indigene Stämme und andere Kulturen vor allem mit Energie, mit Ritualen und mit Kraftorten arbeiten. Dieses Wissen werde ich in meine Sessions einbauen, in denen ich nicht nur mit Coaching, sondern vor allem auch mit energetischen Methoden arbeite.
Diese Weltreise ist kein Abhaken von Orten. Es ist ein Eintauchen. Ein Weiterlernen. Ein Entdecken – der Welt, von Kulturen und auch von mir selbst.
Ich weiß nicht genau, wohin mich der Weg auf dieser Reise führen wird. Aber ich weiß, dass jeder Schritt eine neue Geschichte bereithält. Wir fangen in Kanadas Osten an. Schon in einer Woche geht es los. Und diesmal nehme ich Dich mit. Unser Camper Balu ist schon mit dem Schiff vorausgefahren und bereits auf dem Atlantik unterwegs. In Halifax holen wir ihn ab.
Was bleibt, wenn die Reise endet
Ich nenne es die Heilkraft des Unterwegsseins. Nicht weil unterwegs alles leichter ist – manchmal ist es das Gegenteil. Sondern weil Bewegung im Außen etwas in Bewegung bringt, das im Innen lange gewartet hat.
